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Mohammed ist der abschließende der Gesandten Gottes. Allah sandte in der Geschichte zu jedem Volk Propheten für dessen Rechtleitung. Obwohl sie alle ihre Berufung von einer Quelle erhalten hatten und die Gottergebenheit predigten und vorlebten, hatten diese Gesandten eine zeitlich und örtlich begrenzte Aufgabe zu erfüllen. Die Entwicklung der Zivilisationen der Menschheit vor der Zeit Mohammeds war nicht weit genug fortgeschritten, als dass ein Gesandter für alle Menschen geschickt werden konnte.

Der Prophet Mohammed wurde aber für die Menschen seiner Zeit und für die Zeit danach gesandt. Sein Prophetentum besitzt somit einen universalen und zeitlosen Charakter.

Kaynak

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Was ist ein Prophet?

Zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die zu besonderen Einsichten gelangten, seltene Inspirationen erfuhren oder zuvor unbekannte Naturgesetze entdeckten. Sie alle zeigten, dass es eine Art von Erkenntnis gibt, die sich der Reichweite unserer Sinne und der wissenschaftlichen Forschung entzieht. Philosophie und Wissenschaft können darüber nur Vermutungen anstellen. Um diesbezüglich Gewissheit zu erlangen, ist der Mensch abhängig von Gott, der ihm diese Art von Wissen übermitteln kann.

Gott erwählt zu diesem Zweck Menschen und beruft sie zu Seinen Propheten oder Gesandten. Ihnen offenbart er die Wahrheit und das Wissen, damit diese sie den Menschen weitergeben können. Ein Prophet hat zudem die Aufgabe, dass ihm Geoffenbarte zu erläutern, die Menschen anzuleiten und ihnen ein gottergebenes Leben in allen Lebensbereichen vorzuleben, so dass sie ihm auch als Beispiel folgen können.

Unter den zuvor genannten Aspekten, nämlich Gottes Botschaft zu predigen und vorzuleben, unterscheiden sich die Propheten nicht voneinander. So ist es nicht verwunderlich, dass angefangen vom ersten Menschen und Propheten Adam, bis zum abschließenden Propheten Mohammed alle die Gottergebenheit verkündeten.

Es wird überliefert dass Allah mehr als 124.000 bzw. 144.000 Propheten berief und jedes Volk in der Geschichte mit einem Gottgesandten gesegnet wurde. Wir kennen nur einen Teil dieser Propheten namentlich, da sie im Koran stehen. Unter ihnen befinden sich die Propheten Noah, Abraham, David, Moses, Johannes der Täufer, die auch in der Bibel erwähnt werden und zudem Jesus.

Kaynak

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Wie wurde der Prophet Mohammed zum Propheten berufen?

Schon Jahre vor der ersten Offenbarung pflegte Mohammed sich zur Meditation auf einen Berg in der Nähe von Mekka zurückzuziehen. Er spürte, dass die Glaubensüberzeugungen, Riten und Traditionen seines Stammes, die auf Vielgötterei gründeten, die Menschen in die Irre führten und von ihrer Bestimmung als Geschöpfe Gottes entfernten. In einer Höhle dachte er über all dieses nach, ohne aber eine Lösung und Perspektive zu finden.

Im Jahre 610 n.Chr. als er sich wieder einmal alleine in der Höhle zum Nachsinnen und Gottgedenken zurückgezogen hatte, erschien ihm der Engel Gabriel (Cebrail s.a.v.) und verkündete ihm, dass er von dem einen einzigen Gott zum Propheten auserwählt worden sei und übermittelte ihm die ersten Offenbarungen des Korans.

Die Stimme aus dem Berg des Lichts:

Unser Prophet war vierzig Jahre alt geworden. Schon seit einigen Jahren hatte er sich zur Gewohnheit gemacht, sich (im Monat Ramadan) wiederholt in die Einsamkeit zurückzuziehen. Er begab sich zu einer Höhle in der Nähe von Mekka. Dorthin ging er, um zu beten und nachzudenken. Diese Höhle befand sich auf dem Berg Hira.

Er wollte auch diesmal die Tage auf diese Weise verbringen. Mit dem Proviant, den Hz.Khadidscha (Hatice) für ihn vorbereitet hatte, machte er sich auf den Weg in Richtung Hira. Überall war es still und ruhig. Es war, als wenn alle Geschöpfe zusahen, wie er vorwärtskam. Voller Gedanken stieg er weiter, bis er bei der Höhle angekommen war. Hier wollte er nun nur noch beten, Bittgebete sprechen und an seinen Schöpfer denken. Die ersten sechzehn Tage des Ramadan vergingen so. Am siebzehnten Tag, es war die Nacht auf den Montag, geschah das Außergewöhnliche. Den Berg Hira umgab eine große Ruhe. Die Zeit der Morgendämmerung war nah.

Die Nachtigall sang wundervoll. Die Rosen verbreiteten ihren schönsten Geruch. Alle Geschöpfe beteten in ihrer Sprache zu Gott. Der erhebende Augenblick war gekommen. Der Engel der göttlichen Eingebung namens Gabriel erschien in strahlendem Licht. Unser Gesandter war wieder im Gebet versunken. Gabriel (Cebrail) sprach ihn an mit einer starken aber angenehmen Stimme: „Lies!”. Unser Prophet bekommt Angst. Er war bestürzt. Dies war eine Stimme, die er bisher noch nie gehört und eine Erscheinung, die er bisher noch nie gesehen hatte. Sein Herz sträubte sich. „Ich kann nicht lesen”, antwortete er.

Gabriel sagte nochmals: „Lies!” Mohammed hatte sein Befremden immer noch nicht überwunden. Er sagte erneut: „Ich kann nicht lesen.” Da forderte ihn Gabriel ein weiteres Mal auf: „Lies!”. Jetzt sagte unser Prophet: „Sag, was soll ich denn lesen, obwohl ich nicht lesen kann?” Daraufhin sprach Gabriel: „Lies im Namen deines Herrn, des Schöpfers, der den Menschen erschuf aus geronnenem Blut. Lies! und der edelmütigste ist dein Herr. Er, der das Schreibrohr zu brauchen lehrte, der die Menschen lehrte, was sie nicht wußten.” Mohammed war tief berührt.

Er wiederholte die Worte, und es war ihm als wären ihm die Koranverse ins Herz geschrieben. Gabriel, dessen Aufgabe fürs erste vollendet war, entfernte sich. Auf diese Art und Weise wurde Mohammed mit der Gesandtschaft Gottes beauftragt. Das war eine überaus große Verantwortung. Nach diesem Erlebnis konnte unser Gesandter nicht länger bei der Höhle bleiben. Voller Aufregung und Verwunderung machte er sich auf dem Weg nach Hause.

Kaynak

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Wer war Mohammed?

Mohammed wurde um das Jahr 570 n.Chr. in der Stadt Mekka in Arabien als Mitglied des angesehenen Stammes der Quraisch (Kureyş – Haşimiler kolu) geboren. Seine Abstammung geht auf den Propheten Ismael, den Sohn Abrahams, zurück. Die Quraisch hatten in jener Zeit auf der Arabischen Halbinsel die einflussreichste Position unter den ArabernInnen, weil in Mekka das Heiligtum der Kaaba, das Abraham mit seinem Sohn errichtet hatte, stand.

Mohammed receiving a vision in a cave.

In vorislamischer Zeit war die Kaaba ein Wallfahrtsort für die damals mehrheitlich polytheistischen Araber. Mohammeds Vater starb schon vor dessen Geburt und seine Mutter, als er sechs Jahre alt war. Er wurde, wie in jenen Tagen häufig, von einer Amme (Süt Anne) aufgezogen, später dann von seinem Großvater und danach von seinem Onkel aufgenommen. Sie waren Kaufleute und so wurde auch Mohammed Kaufmann. Zwar besuchte er keine Schule, aber durch die praktische Ausbildung, die mit zahlreichen Reisen verbunden war, erwarb er sich umfassende Kenntnisse. Von seiner Jugend an war er als rechtschaffener Mensch bekannt, was ihm unter seinen Landsleuten den Beinamen „al-Amin (der Vertrauenswürdige)“ einbrachte.

Kaynak

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